Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ist für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) in Deutschland wichtiger denn je. 15 % der Arbeitsausfälle resultieren aus psychischen Belastungen, mit einer durchschnittlichen Krankheitsdauer von 36 Tagen – das zeigt klaren Handlungsbedarf. Digitale Tools bieten eine Lösung, um gesetzliche Vorgaben wie die Gefährdungsbeurteilung gemäß §5 ArbSchG effizient umzusetzen. Doch welche Plattform passt zu Ihrem Unternehmen?
Die wichtigsten Tools im Überblick:
- GA-Psyche KIT: Optimiert für KMUs, bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Vorlagen und eine Zertifizierung. Datenschutz und gesetzliche Anforderungen werden berücksichtigt.
- Digital Crossroads Training Programm: Wenig dokumentiert, Details zu Funktionen und Datenschutz fehlen.
- STRESS-LESS: Kaum Informationen zu Funktionen, Datenschutz oder Preisen verfügbar.
- iFeel: Unklare Angaben zu DSGVO-Standards und Unterstützung für KMUs.
- Koa Foundations: Keine transparenten Informationen zu Funktionen oder gesetzlichen Vorgaben.
Fazit: Das GA-Psyche KIT sticht durch klare Anleitungen, gesetzeskonforme Umsetzung und Kosteneffizienz hervor. Andere Plattformen bieten weniger Transparenz, was die Auswahl erschwert. Unternehmen sollten auf Datenschutz und Nachweisbarkeit der Maßnahmen achten, um Risiken zu minimieren.
1. GA-Psyche KIT

Das GA-Psyche KIT wurde speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) in Deutschland entwickelt, die ihre gesetzlichen Verpflichtungen zur Gefährdungsbeurteilung gemäß §5 ArbSchG eigenständig erfüllen möchten. Es richtet sich an Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden und bietet eine kostengünstige Lösung, da externe Beratungsfirmen nicht zwingend erforderlich sind.
Wichtige Funktionen für KMUs
Das Toolkit führt Nutzer mit klaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen durch den gesamten Prozess. Es stellt flexible Vorlagen und Checklisten bereit, die sich an die jeweilige Branche und Unternehmensgröße anpassen lassen. Auch besondere Arbeitssituationen wie Homeoffice oder Schichtarbeit werden berücksichtigt.
Ein integrierter Maßnahmenkatalog hilft dabei, erkannte Risiken gezielt anzugehen. Am Ende des Prozesses erhalten Unternehmen eine offizielle Zertifizierung inklusive Auditbericht, die im Falle behördlicher Prüfungen als Nachweis dient. Im nächsten Abschnitt wird auf die Themen Datenschutz und Sicherheit eingegangen.
Datenschutz und Sicherheit
Datenschutz ist besonders wichtig, wenn es um die Erfassung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz geht. Das GA-Psyche KIT gewährleistet den Schutz sensibler Gesundheitsdaten durch klare Datenschutzrichtlinien und moderne Verschlüsselungstechnologien, um unbefugten Zugriff auszuschließen.
Preisübersicht für verschiedene Unternehmensgrößen
Das GA-Psyche KIT wird in zwei Varianten angeboten, die auf die Anforderungen unterschiedlicher Unternehmensgrößen abgestimmt sind:
| Plan | Zielgruppe | Mitarbeiterzahl | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| GA Starter KIT | Kleine Unternehmen und Startups | Bis zu 50 Mitarbeitende | Enthält Vorlagen, Leitfäden und Zertifizierung |
| GA-Psyche KIT | Mittlere Unternehmen | Bis zu 250 Mitarbeitende | Umfassendes Paket mit Auditbericht und erweiterten Funktionen |
Beide Varianten werden regelmäßig aktualisiert, um sicherzustellen, dass sie den aktuellen gesetzlichen Arbeitsschutzanforderungen entsprechen – ein entscheidender Vorteil in einem sich ständig wandelnden rechtlichen Umfeld.
Einfache Anwendung im Alltag
Das Toolkit ist so gestaltet, dass es auch in KMUs ohne eigene Personalabteilung problemlos eingesetzt werden kann. Die benutzerfreundliche Oberfläche ermöglicht es selbst fachfremden Mitarbeitenden, die Gefährdungsbeurteilung eigenständig durchzuführen. Dabei werden alle relevanten Bereiche abgedeckt – von der Arbeitsorganisation über soziale Beziehungen bis hin zur Arbeitsumgebung und den spezifischen Aufgabenanforderungen.
Das GA-Psyche KIT ist die ideale Lösung für KMUs, die ihre Compliance-Anforderungen selbstständig und effizient erfüllen möchten.
2. Digital Crossroads Training Programm

Zum Digital Crossroads Training Programm sind nur wenige verlässliche Informationen verfügbar. Weder die genauen Funktionen noch die Schulungsinhalte oder die methodischen Ansätze sind ausreichend dokumentiert. Daher ist es schwierig, eine fundierte Einschätzung zur Eignung für KMUs oder zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen abzugeben. Unternehmen, die Interesse an diesem Programm haben, sollten sich direkt an den Anbieter wenden, um detaillierte Informationen zu erhalten.
Im nächsten Abschnitt wird ein weiteres Tool beschrieben, das mit einer breiten Palette an Funktionen überzeugt.
3. STRESS-LESS

Zu STRESS-LESS gibt es nur begrenzte Informationen, was die Bewertung der Plattform erschwert. Weder Funktionen noch Datenschutzstandards oder spezifische Vorteile für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind klar definiert.
Es bleibt unklar, ob die Plattform den Anforderungen des deutschen Arbeitsschutzgesetzes oder der DSGVO entspricht. Ebenso fehlen Details zur Preisgestaltung, was es Unternehmen schwer macht, den wirtschaftlichen Nutzen von STRESS-LESS einzuschätzen.
Für interessierte Unternehmen empfiehlt es sich, den Anbieter direkt zu kontaktieren, um mehr über die verfügbaren Funktionen und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu erfahren. Ohne diese Informationen bleibt STRESS-LESS eine weniger transparente Option. Im nächsten Abschnitt werfen wir einen Blick auf eine weitere Plattform im Bereich mentale Gesundheit und prüfen, wie sie abschneidet.
4. iFeel

iFeel wird als mögliches Tool für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) erwähnt, doch derzeit sind die verfügbaren Informationen eher spärlich. Es fehlen klare Details zu den Funktionen, der DSGVO-Konformität und den Preisen. Auch Angaben zu spezifischen Unterstützungsmaßnahmen oder einer gezielten Ausrichtung auf KMUs sind nicht verfügbar.
Da die Transparenz an dieser Stelle begrenzt ist, empfiehlt es sich, den Anbieter direkt zu kontaktieren, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Im nächsten Abschnitt wird die Plattform Koa Foundations genauer betrachtet.
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5. Koa Foundations

Derzeit sind die öffentlich verfügbaren Informationen zu Koa Foundations äußerst begrenzt. Es fehlen konkrete Details zu den angebotenen Tools, Funktionen, gesetzlichen Anforderungen sowie den Datenschutzprotokollen. Auch Angaben zu spezifischen Funktionen, Datenschutzmaßnahmen oder Preisstrukturen liegen nicht vor.
Besonders auffällig ist der Mangel an klaren Informationen zur DSGVO-Konformität in Deutschland und zur Unterstützung bei psychischen Gefährdungsbeurteilungen. Diese Lücken erschweren es kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs), eine fundierte Entscheidung im Hinblick auf den Arbeitsschutz zu treffen.
Angesichts dieser Unklarheiten ist es ratsam, sich direkt an den Anbieter zu wenden, um verlässliche und detaillierte Informationen zu erhalten. Diese eingeschränkte Transparenz wird in der folgenden Gegenüberstellung der Plattformen berücksichtigt.
Plattformvergleich: Stärken und Schwächen
Digitale Lösungen zur Förderung der psychischen Gesundheit konzentrieren sich entweder auf präventive Maßnahmen oder darauf, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.
GA-Psyche KIT punktet mit klar definierten Compliance-Funktionen: Es bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen, anpassbare Vorlagen und schließt den Prozess mit einer zertifizierten Auditierung ab. Damit eignet es sich besonders für KMUs mit bis zu 250 Mitarbeitenden sowie für Unternehmen mit flexiblen Arbeitsmodellen. Im Vergleich zu Plattformen mit unklaren Angaben zeigt sich hier der Vorteil transparenter und leicht anpassbarer Tools deutlich.
Andere digitale Lösungen haben häufig Schwächen in der Darstellung ihrer Funktionen, Datenschutzregelungen und Preisstrukturen. Dies erschwert es Unternehmen, gesetzliche Anforderungen sicher einzuhalten.
Datenschutz ist ein zentraler Aspekt. Unklare Angaben zum Datenschutz können KMUs stark verunsichern, während die Einhaltung ethischer und rechtlicher Standards für digitale Gesundheitsanwendungen unverzichtbar bleibt. Tatsächlich gehören Datenschutzbedenken zu den größten Hürden für die breitere Akzeptanz solcher Anwendungen in Deutschland.
Für KMUs mit begrenzten Ressourcen ist es daher besonders wichtig, eine Plattform zu wählen, die nicht nur zuverlässig die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, sondern auch kosteneffizient ist. Zudem spielt die Skalierbarkeit eine wesentliche Rolle: Lösungen, die sich flexibel an unterschiedliche Unternehmensgrößen anpassen lassen, bieten langfristig einen größeren Nutzen.
Fazit
Die Wahl der richtigen digitalen Lösung für die mentale Gesundheit sollte genau auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Unternehmens abgestimmt sein. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) ist es entscheidend, gesetzliche Vorgaben effizient umzusetzen, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen.
Für kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden bietet sich das GA Starter KIT an, da es eine kostengünstige und dennoch effektive Lösung darstellt. Mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden profitieren hingegen vom GA-Psyche KIT, das umfassendere Funktionen und Unterstützung bietet.
Ein zentraler Punkt bei der Auswahl ist die Transparenz der Anbieter. Unklare Informationen zu Funktionen, Datenschutz oder Preisstrukturen können nicht nur zu Unsicherheiten, sondern auch zu rechtlichen Problemen führen. Besonders die Einhaltung des §5 ArbSchG ist essenziell, da Behörden diese Gefährdungsbeurteilungen regelmäßig überprüfen.
Auch die Kosteneffizienz spielt für KMUs eine wichtige Rolle. Während externe Beratungsfirmen oft mit hohen Ausgaben verbunden sind, bieten Selbstdurchführungs-Tools eine kostengünstige Alternative. Dank klarer Schritt-für-Schritt-Anleitungen können Unternehmen ihre Compliance-Anforderungen erfüllen, ohne ihr Budget zu sprengen.
Darüber hinaus gewinnen Skalierbarkeit und die Anpassung an flexible Arbeitsmodelle immer mehr an Bedeutung. Unternehmen sollten darauf achten, dass die gewählte Lösung mit ihrem Wachstum Schritt halten kann und sich an veränderte Arbeitsbedingungen anpassen lässt. Eine abschließende Zertifizierung sorgt zudem für Rechtssicherheit und bestätigt die Einhaltung aller relevanten Vorgaben.
FAQs
Welche Vorteile bietet das GA-Psyche KIT speziell für kleine und mittlere Unternehmen?
Das GA-Psyche KIT hilft kleinen und mittleren Unternehmen, psychologische Gefährdungsbeurteilungen eigenständig umzusetzen. So sparen Betriebe nicht nur die oft hohen Ausgaben für externe Berater, sondern erfüllen auch die behördlichen Vorgaben.
Das Toolkit enthält eine leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung und praktische Vorlagen, die den gesamten Ablauf deutlich erleichtern. Am Ende des Prozesses erhalten Unternehmen eine Zertifizierung samt Auditbericht – ein Plus an Sicherheit und Nachvollziehbarkeit.
Wie schützt das GA-Psyche KIT sensible Daten bei der Erhebung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz?
Das GA-Psyche KIT setzt höchste Priorität auf den Schutz sensibler Daten. Alle gesammelten Informationen werden streng nach den geltenden Datenschutzvorschriften, einschließlich der DSGVO, verarbeitet.
Die Plattform nutzt fortschrittliche Sicherheitsmaßnahmen, um die Vertraulichkeit der Daten sicherzustellen. Zusätzlich stellt sie Unternehmen leicht verständliche Anleitungen zur Verfügung, um Datenschutzrichtlinien effektiv umzusetzen. Auf diese Weise bleibt die Privatsphäre der Mitarbeitenden stets gewahrt.
Wie kann ein Unternehmen sicherstellen, dass eine Plattform die Anforderungen des §5 ArbSchG erfüllt?
Um sicherzugehen, dass eine Plattform den Anforderungen des §5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) gerecht wird, sollten Unternehmen einige zentrale Aspekte berücksichtigen. Die Plattform muss speziell darauf ausgelegt sein, psychische Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen und dabei die geltenden gesetzlichen Vorgaben vollständig einzuhalten. Ein entscheidender Punkt: Diese Beurteilungen sollten regelmäßig erfolgen, da Behörden deren Umsetzung kontrollieren können.
Darüber hinaus sollte die Plattform praktische Hilfsmittel bereitstellen, wie Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Vorlagen, um den gesamten Prozess so einfach und effizient wie möglich zu gestalten. Eine zusätzliche Absicherung kann durch eine Zertifizierung mit einem Auditbericht erreicht werden. Damit lässt sich nicht nur die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften belegen, sondern auch ein höheres Maß an Sicherheit schaffen.