Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind kein Randthema mehr – sie sind gesetzlich geregelt. Nach §5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) müssen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, psychische Belastungen systematisch bewerten und dokumentieren. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kann dies jedoch eine Herausforderung darstellen, da oft Ressourcen oder Expertise fehlen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung: Arbeitgeber müssen psychische Belastungen wie Stress, Zeitdruck oder Konflikte erfassen und geeignete Maßnahmen ableiten.
  • Regelmäßige Aktualisierung: Beurteilungen sind nicht einmalig, sondern müssen bei Änderungen der Arbeitsbedingungen überprüft werden.
  • Risiken bei Nichteinhaltung: Unternehmen riskieren Bußgelder, behördliche Auflagen und Reputationsschäden.
  • Praktische Lösungen: Tools wie das GA-Psyche KIT bieten Vorlagen und Anleitungen, um die Anforderungen kostengünstig umzusetzen.

Vorteile für KMU:

  • Weniger Krankheitsausfälle und höhere Produktivität.
  • Verbesserte Arbeitsbedingungen stärken die Mitarbeiterbindung.

Die Umsetzung mag komplex wirken, doch mit klaren Schritten und den richtigen Hilfsmitteln können auch KMU die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und gleichzeitig das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter verbessern.

Rechtliche Anforderungen und Compliance nach §5 ArbSchG

Was das Gesetz von KMU verlangt

Das Arbeitsschutzgesetz schreibt vor, dass Arbeitgeber psychische Belastungen am Arbeitsplatz systematisch erfassen und bewerten müssen. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind an diese Vorgaben gebunden. Sie müssen sicherstellen, dass die Gefährdungsbeurteilungen fachgerecht durchgeführt werden – entweder durch interne Fachkräfte oder externe Experten – und bei wesentlichen Änderungen der Arbeitsbedingungen regelmäßig aktualisiert werden.

Darüber hinaus ist es Pflicht, alle Risiken, Bewertungen und getroffenen Maßnahmen zu dokumentieren. Diese Dokumentationen müssen bei Bedarf den Aufsichtsbehörden vorgelegt werden. Im Folgenden werden die zentralen Risikofaktoren beschrieben, die insbesondere kleine Unternehmen betreffen.

Hauptrisikofaktoren für psychische Belastungen in KMU

Kleine Unternehmen stehen oft vor spezifischen Herausforderungen, die psychische Belastungen verstärken können. Ein häufiger Faktor ist die hohe Arbeitsintensität und der Zeitdruck, der durch kleine Teams entsteht, die ein breites Aufgabenspektrum abdecken müssen. Diese Überlastung kann schnell chronisch werden.

Ein weiteres Problem sind unklare Rollendefinitionen. In Unternehmen mit flachen Hierarchien und flexiblen Strukturen fehlen oft klare Zuständigkeiten, was Unsicherheit und Stress bei den Mitarbeitern auslösen kann.

Die zunehmende Digitalisierung stellt ebenfalls eine Herausforderung dar. Neue Software, veränderte Arbeitsprozesse und der ständige Bedarf an Weiterbildung können belastend sein – besonders, wenn dafür nur begrenzte Mittel zur Verfügung stehen.

Auch das soziale Miteinander am Arbeitsplatz spielt eine große Rolle. Konflikte zwischen Kollegen oder mit Vorgesetzten können in kleinen Teams eine besonders starke Wirkung entfalten und das Arbeitsklima erheblich verschlechtern.

Schließlich stellt eine unausgewogene Work-Life-Balance ein Risiko dar. Unregelmäßige Arbeitszeiten oder eine Erwartungshaltung der ständigen Erreichbarkeit können das Stresslevel der Mitarbeiter zusätzlich erhöhen.

Konsequenzen bei Nichteinhaltung

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben wird von den Aufsichtsbehörden zunehmend kontrolliert. Verstöße können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden, deren Höhe von der Größe des Unternehmens und der Schwere des Verstoßes abhängt. In besonders gravierenden oder wiederholten Fällen drohen darüber hinaus weitere behördliche Maßnahmen.

Neben finanziellen Strafen kann ein Verstoß auch das öffentliche Ansehen des Unternehmens schädigen. Sollten arbeitsbedingte Erkrankungen aufgrund mangelhafter Gefährdungsbeurteilungen auftreten, können zivilrechtliche Ansprüche gegen das Unternehmen geltend gemacht werden. Zudem könnten versicherungsrechtliche Probleme entstehen, falls nicht alle erforderlichen Schutzmaßnahmen umgesetzt wurden.

Psychische Herausforderungen spezifisch für KMU

Wie das KMU-Arbeitsumfeld Stress verstärkt

In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist die Personaldecke oft dünn, was bedeutet, dass Mitarbeiter mehrere Rollen übernehmen müssen. Ein Buchhalter kann gleichzeitig für Personalangelegenheiten zuständig sein, oder ein Vertriebsleiter übernimmt zusätzlich Marketingaufgaben. Diese Mehrfachbelastung führt schnell zu Überforderung und anhaltendem Stress.

Die enge Arbeitsatmosphäre in kleinen Teams hat ihre Licht- und Schattenseiten. Persönliche Beziehungen können intensiver sein, aber Konflikte wiegen schwerer. Wenn in einem Team von fünf Personen zwei Kollegen nicht miteinander auskommen, wirkt sich das erheblich auf die gesamte Arbeitsdynamik aus – viel stärker als in größeren Unternehmen mit mehreren Abteilungen.

Finanzielle Einschränkungen und veraltete Arbeitsmittel sind weitere Stressfaktoren. KMU verfügen oft nicht über die Mittel, um moderne Büroausstattungen, ergonomische Arbeitsplätze oder regelmäßige Weiterbildungen zu finanzieren. Veraltete Software und ineffiziente Prozesse steigern die Frustration und erhöhen den Arbeitsaufwand.

Auch die mangelnde Führungskompetenz stellt ein Problem dar. Viele KMU-Führungskräfte haben keine fundierte Ausbildung in Personalführung. Ein Firmengründer, der ursprünglich Handwerker oder Ingenieur war, muss plötzlich Mitarbeiter führen und psychische Belastungen erkennen – ohne die notwendige Vorbereitung oder Schulung.

Unregelmäßige Arbeitszeiten machen es zusätzlich schwer, eine gesunde Work-Life-Balance zu finden. Besonders in kundenorientierten Branchen müssen kleine Unternehmen flexibel auf Kundenwünsche reagieren, was oft unvorhersehbare Arbeitszeiten bedeutet. Neben diesen internen Herausforderungen kommt der Druck durch gesetzliche Vorgaben hinzu.

Wenn Compliance zur Stressquelle wird

Gesetzliche Anforderungen können für KMU zu einer echten Belastung werden. Die komplexen rechtlichen Vorgaben wirken oft überwältigend und schwer zu durchschauen. Die Angst, Fehler zu machen, erhöht den psychischen Druck auf die Verantwortlichen.

Hinzu kommen Kostenprobleme. Professionelle Gefährdungsbeurteilungen durch externe Berater können mehrere tausend Euro kosten – Beträge, die das Budget vieler KMU sprengen. Diese finanziellen Sorgen lasten zusätzlich auf den Geschäftsinhabern.

Zeitmanagement ist ein weiterer kritischer Punkt. KMU-Inhaber und ihre Mitarbeiter sind oft schon mit dem Tagesgeschäft ausgelastet. Sich dann noch in komplexe Gefährdungsbeurteilungen einzuarbeiten, Mitarbeiterbefragungen durchzuführen und die notwendige Dokumentation zu erstellen, kann schnell zu Überforderung führen.

Die Unsicherheit über die Qualität der eigenen Maßnahmen verstärkt den Druck. Ohne fachliche Expertise fragen sich viele KMU-Verantwortliche, ob ihre selbst erstellten Beurteilungen den behördlichen Anforderungen genügen. Diese Ungewissheit wird besonders belastend, wenn Kontrolltermine durch Aufsichtsbehörden anstehen.

Auch die Reaktionen der Mitarbeiter können herausfordernd sein. Wenn Beschäftigte die Gefährdungsbeurteilung als reine Formalität oder gar als Zeichen für Probleme im Unternehmen sehen, kann das Betriebsklima leiden und Spannungen entstehen.

Die dauerhafte Aktualisierungspflicht macht die Situation nicht einfacher. Eine einmalige Beurteilung reicht nicht aus – sie muss regelmäßig überprüft und bei Änderungen angepasst werden. Für KMU bedeutet das eine ständige zusätzliche Aufgabe, die in den ohnehin vollen Arbeitsalltag integriert werden muss.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur psychischen Gefährdungsbeurteilung für KMU

Schritt 1: Vorbereitung der Beurteilung

Zu Beginn sollten Sie das Ziel der Beurteilung klar definieren. Ob es darum geht, Stressfaktoren zu identifizieren, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern oder gesetzliche Vorgaben zu erfüllen – eine klare Zielsetzung hilft, die passenden Methoden auszuwählen und die Erwartungen realistisch zu stecken.

Verantwortlichkeiten sind ebenfalls entscheidend. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung, während eine Führungskraft die praktische Umsetzung koordiniert. Zusätzlich sollte ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner für die Mitarbeiter benannt werden.

Nutzen Sie vorhandene Daten wie Krankenstände, Fluktuationsraten oder dokumentierte Beschwerden als Ausgangspunkt. Diese Zahlen können erste Hinweise auf mögliche Belastungen liefern.

Eine offene und transparente Kommunikation mit den Mitarbeitern ist unerlässlich. Erklären Sie den Zweck der Beurteilung und betonen Sie, dass sie der Verbesserung der Arbeitsbedingungen dient, nicht der Kontrolle. Anonymität bei Befragungen sollte unbedingt garantiert werden.

Mit dieser Vorbereitung schaffen Sie eine solide Basis, um die psychischen Risiken in Ihrem Unternehmen systematisch zu erfassen.

Schritt 2: Psychische Risiken am Arbeitsplatz identifizieren

Ein zentraler Bestandteil der Risikoidentifikation sind Mitarbeiterbefragungen. Verwenden Sie Fragebögen, die Themen wie Arbeitsintensität, Handlungsspielraum, soziale Beziehungen und die Arbeitsumgebung abdecken. Ergänzend dazu können Einzelgespräche von etwa 20 Minuten durchgeführt werden, um tiefergehende Einblicke zu gewinnen – besonders bei sensiblen Themen wie Konflikten.

Eine Arbeitsplatzbegehung kann zusätzliche Faktoren aufdecken, die oft übersehen werden, wie Lärm, ständige Unterbrechungen, beengte Arbeitsverhältnisse oder schlechte Lichtverhältnisse.

Ziehen Sie auch vorhandene Dokumente heran, um objektive Belastungsindikatoren zu finden. Überprüfen Sie beispielsweise Arbeitsanweisungen auf unrealistische Vorgaben, analysieren Sie Kommunikationswege und Schichtpläne oder werten Sie Überstundenaufzeichnungen aus, um strukturelle Überlastungen zu erkennen.

Schritt 3: Risiken bewerten und priorisieren

Bewerten Sie die identifizierten Risiken nach ihrer Häufigkeit (z. B. auf einer Skala von 1 bis 5) und ihrer Intensität. Mithilfe einer Risikomatrix lassen sich die dringendsten Probleme herausfiltern. Achten Sie dabei auch darauf, wie viele Mitarbeiter betroffen sind – teamweite Probleme sollten Vorrang vor Einzelfällen haben.

Bei der Bewertung der Ressourcen ist es wichtig, zwischen schnell lösbaren Problemen und größeren strukturellen Herausforderungen zu unterscheiden. Berücksichtigen Sie dabei finanzielle und zeitliche Mittel, um realistische Prioritäten zu setzen.

Die Ergebnisse dieser Bewertung werden dokumentiert und bilden die Grundlage für gezielte Maßnahmen.

Schritt 4: Ergebnisse dokumentieren und Maßnahmen ableiten

Eine vollständige und nachvollziehbare Dokumentation ist unerlässlich. Halten Sie fest, welche Methoden angewendet wurden, wann die Beurteilung stattfand, welche Mitarbeitergruppen beteiligt waren und welche Risiken identifiziert und bewertet wurden. Diese Dokumentation dient nicht nur der behördlichen Nachweisführung, sondern auch der kontinuierlichen Verbesserung.

Formulieren Sie Maßnahmen nach der SMART-Methode: spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert. Beispiel: „Bis zum 31. März 2026 wird ein Besprechungsraum eingerichtet, um störende Telefonate im Großraumbüro zu vermeiden.“

Legen Sie klare Verantwortlichkeiten für jede Maßnahme fest. Wer kümmert sich um die Umsetzung? Wer gibt das Budget frei? Wer überwacht die Wirksamkeit? Ein Zeitplan mit Zwischenzielen hilft, den Fortschritt im Blick zu behalten.

Planen Sie von Anfang an eine Erfolgskontrolle ein. Der Erfolg kann durch erneute Befragungen, die Analyse von Krankenstandsdaten oder Gespräche mit Mitarbeitern gemessen werden. Dokumentieren Sie die Ergebnisse, um sie bei der nächsten Beurteilung nutzen zu können.

Wie GA-Psyche KIT die Compliance erleichtert

GA-Psyche KIT

Das GA-Psyche KIT ist eine praktische Unterstützung für KMU, um den gesamten Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung effizient und gesetzeskonform durchzuführen. Mit vorgefertigten Vorlagen, die alle Anforderungen des §5 ArbSchG abdecken, führt es Sie Schritt für Schritt durch die Umsetzung.

Bewährte Ansätze und häufige Fehler vermeiden

Bewährte Methoden für nachhaltige Ergebnisse

Um die langfristige Wirksamkeit Ihrer Gefährdungsbeurteilung zu sichern, gibt es einige zentrale Erfolgsfaktoren, die Sie berücksichtigen sollten.

Die regelmäßige Überprüfung und Einbindung der Mitarbeiter ist dabei essenziell. Statt aufwendiger jährlicher Befragungen können kurze, monatliche Gesundheitsgespräche oft mehr bewirken. Planen Sie zudem feste Überprüfungszyklen, etwa alle zwei Jahre, und schaffen Sie Plattformen für offenen Austausch. Wichtig: Rückmeldungen der Mitarbeiter sollten ernst genommen werden. Kommunizieren Sie klar, welche Maßnahmen aus diesen Gesprächen abgeleitet werden.

Transparente Kommunikation spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle. Gehen Sie dabei über das bloße Informieren hinaus. Erklären Sie nicht nur, was getan wird, sondern auch warum. Wenn z. B. neue Pausenregelungen eingeführt werden, erläutern Sie, wie diese zur psychischen Gesundheit beitragen. Solche Erklärungen fördern Verständnis und Akzeptanz.

Setzen Sie auf kontinuierliche, kleine Verbesserungen statt auf große Umstrukturierungen. Maßnahmen wie die Einrichtung eines ruhigen Arbeitsbereichs, flexible Arbeitszeiten oder ergonomische Büromöbel können bereits spürbare Effekte haben. Dokumentieren Sie diese Erfolge, um die Motivation für weitere Schritte aufrechtzuerhalten.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Fehler es zu vermeiden gilt, um diese Ansätze erfolgreich umzusetzen.

Häufige Fehler und Präventionsstrategien

Die Umsetzung der genannten Maßnahmen kann durch bestimmte Fehler gefährdet werden. Um dies zu verhindern, sollten Sie folgende Stolpersteine vermeiden:

Ein oberflächlicher Ansatz gehört zu den häufigsten Problemen. Viele Unternehmen verlassen sich auf standardisierte Fragebögen, ohne die spezifischen Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen. Doch eine Autowerkstatt hat andere Herausforderungen als ein Architekturbüro. Passen Sie Ihre Methoden an die tatsächlichen Belastungen an und gehen Sie auch Themen wie Führungsverhalten oder Arbeitsorganisation an.

Fehlende Dokumentation kann bei Prüfungen durch Behörden zu Schwierigkeiten führen. Oft wird zwar die Durchführung der Beurteilung dokumentiert, nicht jedoch die Nachverfolgung der Maßnahmen. Halten Sie genau fest, welche Maßnahmen wann umgesetzt wurden, wer dafür verantwortlich war und welche Ergebnisse erzielt wurden.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die fehlende Umsetzung der identifizierten Maßnahmen. Probleme zu erkennen, reicht nicht – sie müssen auch angegangen werden. Setzen Sie klare Prioritäten und starten Sie mit Maßnahmen, die sich schnell und effektiv umsetzen lassen.

Schließlich kann mangelnde Unterstützung durch die Führungsebene selbst die besten Ansätze scheitern lassen. Wenn die Geschäftsführung das Thema nur als Pflichtübung betrachtet, wird diese Haltung auf die Mitarbeiter übertragen. Führungskräfte sollten daher als Vorbilder agieren und zeigen, dass die psychische Gesundheit im Unternehmen eine hohe Priorität hat.

Vergleichstabelle: Vorteile vs. häufige Probleme

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Vorteile und Herausforderungen bei der Umsetzung psychischer Gefährdungsbeurteilungen:

Aspekt Positive Ergebnisse Typische Herausforderungen
Mitarbeitergesundheit Geringere Krankenstände, höhere Zufriedenheit Unterschätzung psychischer Belastungen
Rechtliche Compliance Erfüllung der Anforderungen des §5 ArbSchG Unvollständige oder fehlende Dokumentation
Unternehmenskultur Offene Kommunikation, besseres Arbeitsklima Widerstand gegen Veränderungen
Wirtschaftliche Effekte Höhere Produktivität, geringere Fluktuation Kurzfristige Kosten werden überbewertet
Ressourcenmanagement Effiziente Nutzung vorhandener Mittel Ressourcenmangel wird als Hindernis gesehen

Das GA-Psyche KIT bietet praktische Unterstützung, um typische Fehler zu vermeiden. Mit klar strukturierten Vorlagen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen führt es Sie sicher durch alle Phasen der Gefährdungsbeurteilung. Checklisten helfen dabei, nichts zu übersehen, und die Dokumentationsvorlagen sorgen für eine lückenlose, behördenkonforme Aufzeichnung.

Ein besonderes Highlight ist die Zertifizierung mit Auditbericht, die Sie am Ende des Prozesses erhalten. Diese bestätigt nicht nur die korrekte Durchführung der Beurteilung, sondern gibt Ihnen auch die Sicherheit, alle rechtlichen Anforderungen erfüllt zu haben. So können Sie sich voll auf das Wesentliche konzentrieren: die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter.

Was ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz § 5 ArbSchG

Fazit: Rechtliche Anforderungen erfüllen und Mitarbeitergesundheit stärken

Basierend auf den zuvor beschriebenen rechtlichen Vorgaben und internen Herausforderungen wird hier aufgezeigt, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowohl gesetzliche Vorgaben einhalten als auch die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern können.

Die psychische Gefährdungsbeurteilung gemäß §5 ArbSchG ist in Deutschland keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine gesetzliche Pflicht. Dennoch integrierten im Jahr 2019 lediglich 21 % der Unternehmen psychische Belastungen in ihre Gefährdungsbeurteilungen. Diese niedrige Quote ist oft auf Unsicherheiten bei der praktischen Umsetzung und fehlendes Fachwissen zurückzuführen. Besonders Geschäftsführer kleiner Unternehmen befürchten, dass externe Beratungen ihre ohnehin begrenzten Ressourcen überfordern könnten.

Das GA-Psyche KIT bietet eine praktische Lösung, um diesen Prozess effizient zu gestalten. Es ist speziell auf die Bedürfnisse verschiedener Unternehmensgrößen zugeschnitten: Betriebe mit 7 bis 50 Mitarbeitern erhalten kompakte Fragebögen und klar strukturierte Workshop-Anleitungen, während Kleinstunternehmen mit bis zu 6 Beschäftigten interaktive Diskussionskarten nutzen können. Dadurch können alle relevanten Themen abgedeckt werden, ohne das Team zu überfordern.

Eine systematische psychische Gefährdungsbeurteilung schützt nicht nur vor rechtlichen Konsequenzen, sondern trägt auch dazu bei, Krankheitsausfälle und die Fluktuation von Mitarbeitern zu reduzieren. Diese Maßnahmen schaffen langfristig gesündere Arbeitsbedingungen und stärken die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, Veränderungen aktiv anzugehen und eine Präventionskultur zu schaffen, die langfristig Bestand hat. Mit Werkzeugen wie dem GA-Psyche KIT können selbst kleinste Unternehmen diese Aufgabe bewältigen, ohne auf externe Berater angewiesen zu sein.

Psychische Gefährdungsbeurteilungen sind somit weit mehr als bürokratische Pflichten: Sie bieten eine echte Chance, gesündere und produktivere Arbeitsplätze zu schaffen. Gleichzeitig ermöglichen sie es Unternehmen, in die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und in das Wohlbefinden ihrer wertvollsten Ressource – der Mitarbeiter – zu investieren.

FAQs

Wie können KMU die psychischen Belastungen ihrer Mitarbeiter gemäß §5 ArbSchG erkennen und effektiv dokumentieren?

Um psychische Belastungen gemäß §5 ArbSchG zu bewerten und zu dokumentieren, sollten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einige grundlegende Schritte beachten:

  • Arbeitsbereiche festlegen: Zuerst sollten alle Tätigkeiten und Bereiche im Unternehmen identifiziert werden, die analysiert werden sollen. Eine klare Abgrenzung hilft, den Prozess effizient zu gestalten.
  • Belastungen erfassen: Sammeln Sie Informationen über mögliche psychische Belastungen. Dies kann beispielsweise durch Mitarbeiterbefragungen, direkte Beobachtungen oder Gespräche geschehen.
  • Risiken bewerten: Untersuchen Sie die gesammelten Informationen und beurteilen Sie, ob Maßnahmen erforderlich sind, um Risiken zu minimieren.
  • Maßnahmen umsetzen: Entwickeln Sie konkrete Lösungen, um Belastungen zu verringern oder zu vermeiden, und setzen Sie diese systematisch um.
  • Erfolg überprüfen: Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen, ob die eingeführten Maßnahmen wirksam sind, und passen Sie diese bei Bedarf an.
  • Dokumentation sicherstellen: Protokollieren Sie den gesamten Prozess schriftlich, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und Transparenz zu gewährleisten.

Eine hilfreiche Unterstützung bietet das GA-Psyche KIT. Dieses Set enthält speziell entwickelte Vorlagen und Anleitungen, die es kleineren Unternehmen ermöglichen, psychische Gefährdungsbeurteilungen strukturiert und kostengünstig durchzuführen.

Wie können KMU sicherstellen, dass ihre Gefährdungsbeurteilung den gesetzlichen Vorgaben entspricht und regelmäßig aktualisiert wird?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben die Möglichkeit, die gesetzlichen Vorgaben zur Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 ArbSchG zu erfüllen, indem sie psychische Belastungen am Arbeitsplatz systematisch erfassen und bewerten. Dabei ist es entscheidend, die Beurteilungen regelmäßig zu überarbeiten, vor allem bei Änderungen der Arbeitsbedingungen.

Eine lückenlose Dokumentation aller Maßnahmen sowie die Überprüfung ihrer Wirksamkeit spielen dabei eine zentrale Rolle. Um diesen Prozess einfacher und effizienter zu gestalten, können KMU auf bewährte Werkzeuge wie das GA-Psyche KIT setzen. Dieses bietet hilfreiche Vorlagen, leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen und ermöglicht es Unternehmen, die gesetzlichen Anforderungen ohne externe Unterstützung umzusetzen.

Wie unterstützt das GA-Psyche KIT KMU bei der Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung nach §5 ArbSchG?

Das GA-Psyche KIT ist eine praktische Lösung für kleine und mittlere Unternehmen, die die Anforderungen des §5 ArbSchG unkompliziert erfüllen möchten. Es enthält eine Sammlung von Vorlagen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, mit denen Unternehmen psychische Gefährdungsbeurteilungen eigenständig durchführen können – ganz ohne teure externe Berater.

Das Toolkit sorgt für einen strukturierten und rechtssicheren Ablauf. Außerdem bietet es die Möglichkeit einer abschließenden Zertifizierung samt Auditbericht, der als Nachweis gegenüber Behörden dient. Damit können KMU nicht nur gesetzliche Vorgaben einhalten, sondern auch aktiv zur Förderung der psychischen Gesundheit ihrer Mitarbeitenden beitragen.

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